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Tinnitus Magazine - Asylum 45 PDF Print E-mail
Saturday, 05 May 2007
Mit mächtig Vorschusslorbeeren im Gepäck kommen die Holländer Non-Divine nach Deutschland um uns mit ihrem Debüt-Album Asylum 45 zu beglücken. In der Heimat kassierten sie vom Aardschok Magazin den Titel "CD des Monats" und wurden anderweitig in einer Reihe mit Pink Floyd aufgeführt...

Aber der Reihe nach. Non-Divine stehen für melodischen und modernen Metal der auch mal gerne die Grenze zum Rock überschreitet. Man nehme eine Portion Nickelback , mische diese kräftig mit Disturbed und legiere dies zum Schluß mit einer dicken Portion Metal, fertig sind Non-Divine . Aber leider liegt das Ergebnis qualitativ nicht auf einer Ebene mit eben diesen Bands. Dafür mangelt es einfach an einem charismatischen Sänger mit hohem Wiedererkennungswert, auch wenn Ivor van Beek beileibe nicht schlecht singt. Zudem fehlt den Songs der Biss und die Energie, der Sound klingt einfach zu glatt und läßt die Band nur sehr selten richtig auf Touren kommen. Ich glaube, eine räudigere Produktion hätte dem Album viel mehr an Authenzität und Kraft gegeben. Da wundert es nicht, das mit Sleep eine Ballade die stärkste Nummer auf dem Rundling ist.
Aber damit hier kein falscher Eindruck entsteht, Non-Divine sind wirklich keine schlechten Musiker. Das Material ist allgemein sehr eingängig und melodisch, so manches Riff und mancher Refrain (wie etwa Breathe , hier hat man wirklich das Bild eines kleinen David Draiman im Kopf) setzen sich im Ohr fest.
Auch das textliche Konzept, welches sich einer Psychatrie und seinen Patienten widmet, ist nicht wirklich innovativ und kann die CD nicht in höhere Regionen pushen. Unterm Strich bleibt ein Album zurück, das zwar nette Ideen und ein paar schöne Nummern vorweisen kann, in der Summe jedoch zu zahn- und kraftlos daher kommt. Asylum 45 tut keinem weh, muss aber auch nicht zwangsläufig in jedem Plattenschrank vorhanden sein.

7 von 10 Punkten von Nils Friedel.

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